nica y julio

 
01Juni
2012

Mai oh Mai

Genau ein Monat bin ich jetzt im Kinderdorf ohne, dass ich meine freien Wochenenden nutzen konnte. Es war viel los im Mai, was uns Freiwilligen zwang mitzuorganisieren und oder vor allem mitzufeiern. Anfang letzten Monats wurden alle, also Kids und Beschäftigte in 16 Gruppen eingeteilt. Jede Gruppe musste an diesem Wochenende jeweils ein Land representieren. Grund für dieses Ereignis: 18-jähriger Geburtstag von NPH-Nicaragua.

 

Ich will euch das Fest aus der Sicht unseres Teams beschreiben. Zunächst galt es eine Reyna, also eine Königin zu bestimmen die für unser Land Argentinien an den Start geht. Ruth! Sie musste am Freitag typische argentinische Trachten und nen Tanz vorführen. Natürlich Tango. Als Tanztrainer, das auch nur weil ich der einzige der Gruppe bin, der PC und dadurch Internet habe um Tanzvideos zu googlen, und mein Team hatten Erfolg. Wir kamen unter die letzte drei. Da war dann leider am Samstag schluss. Vielleicht waren es die Antworten die, die Jury an diesem Abend hören wollte, nicht ganz korrekt. Auch die habe ich mit meinem superspanisch vorher herausfinden müssen. Ihr merkt vielleicht schon, dass es hier sehr ernst genommen wird, die Miss NPH zu ermitteln. Das ganze wurde von unserer Psychologin organisiert. Vielleicht auch deshalb hat Brasilien gewonnen. Gloria gilt als „komlizierte“ junge Frau. Schwer zu kontrollieren und gewaltbereit. Übrigens ist sie auch die Torhüterin meiner Fußballmannschaft. Ich denke mit dem Miss-Titel erhofft man sich einfachere Tage mit ihr. Aber ist nur meine Theorie…

Der Sonntag war bisher einer der schönsten Tage seitdem ich hier bin. Spiele waren angesagt. Wir Argentinier, mit Flagge und Stirnbänder ausgestattet, mussten uns bei Weitsprung, robben durch Schlamm (Rambo), Ziegel schleppen, LKW ziehen, Wettrennen und so weiter beweisen. Ich kam mir vor, wie bei American Gladiator, bei dem ich eh schon immer mal mitmachen wollte, dabei zu sein. Zur Mittagspause sammelte man sich am frischgebauten Fußballplatz und es wurde getanzt, dabei wurden Punkte verteilt. Umso mehr Sex im Tanz, desto besser. Witzig, dass unser Padre ganz weit vorne gelandet ist. Er tanzte für sein Team Angola auf Reggaeton. Auch an diesem Tag haben wir nichts gewonnen, war aber ein rießen Spaß.

 

Das übernächste Wochenende, das natürlich auch auf mein freies Wochenende fallen musste, war zum zweiten Mal seitdem ich hier bin der Besuchertag für Eltern und Verwandte. Wir freiwilligen sollen hier für Belustigungen Sorgen. Die Kids und ihre Eltern wollten aber größtenteils für sich bleiben und von unseren Spielen nichts wissen, was ich aber auch sehr gut verstehen kann, wenn man sich mal ein halbes Jahr nicht sieht. War also sehr gediegen.

 

Am selben Tag gings zum fünften Spieltag zum nächsten Dorf, La Paz, an dem wir mit zwei Mädelsmannschaften teilnehmen. Zwischentabelle: Las williams auf Platz 3, Las wassons auf dem letzten 6. Platz. Ist immer ne coole Sache mit 20 Chavalas auf der Tragfläche unseres Trucks im Dorf anzukommen. Ich muss leider sagen, dass die Mädels in den Spielen noch nicht das gezeigt haben, was sie drauf haben und im Training zeigen. Es darf also auf bessere Tabellenplätze gehofft werden. Auch auf Bilder dieses Events darf gehofft werden, muss nur irgendwie, von irgendwem mal ne Cam leihen. Kommt!

 

saludos

 

nach Rambo vamos argentina die top 3-miss nph 2012 links im gelben Padre Alberto mit weißer cap...jeaaa

04Mai
2012

Let`s Party!

aktiver Vulkan Concepcion auf Ometepe aktiver Vulkan Concepcion auf Ometepe aktiver Vulkan Concepcion auf Ometepe aktiver Vulkan Concepcion auf OmetepeMein letztes freies Wochenende verbrachte ich auf der Insel Ometepe im Nicaraguasee. Tia Martha und Tio Julio (Ehepaar und Betruer im Haus der Jungs) luden mich zu sich in ihr Haus ein. Was für mich wieder hieß: Leben wie ein Nica!

 

Mit dem Bus gings nach San Jorge, von dort mit der Fähre auf die Insel. Die Fahrt auf der Fähre ist immer ne ganz interessante Sache. Wenn’s mir nicht selbst schlecht wird, wird geschätzt wem es wohl dieses mal trifft und das boot voll kotzt. Eine Stunde starker bis extremer Wellengang ist angesagt bis man in der Hauptstadt Myogalpa ankommt. Von dort, wieder mit dem Bus, fuhr ich bis zum alten Kinderdorf von NPH, das nun leer steht. Das Haus von Martha und Julio ist davon nur 5 min zu Fuß entfernt. Ich wurde dennoch mit dem Motorrad von Julio abgeholt. Es ist übrigens normal, hier ohne Helm zu Fahren. Also brachte er mir auch keinen mit. Julio ist übrigens der Grund warum mich die Kids in unserem Haus Julius oder auch Bigmang (versuchtes Widmann) nennen. Wir schauten uns am ersten Tag zusammen mit seinem Sohn ein Fußballspiel in der Nachbarschaft an. Das Spiel war bescheiden. Mit dem rießen Vulkan im Hintergrund starrte man doch ganz gern aufs Spielfeld. Nur schade, dass ich noch immer keine Kamera hab. Die sind hier sehr teuer. In der Nacht fuhren wir in den kleinen, zentralen Park, den man hier in jeder kleineren Stadt sieht. Einige Jungs zockten Nica-Straßenfußball und ich zeigte ihnen was man so in Deutschland lernt.

Am zweiten Tag gabs ne große Geburtstagsparty für die kleine Tochter. Sie wurde 3. Wie es sich im Nachhinein herausgestellt hatte, doch erst am nächsten Tag. Egal! Hier ist es wie in allen Lateinamerikanischen Ländern üblich das Ganze mit Pinatas zu feiern. Ich brachte auch eine mit. Wollte doch nicht ohne Geschenk aufkreuzen. Also kaufte ich eine in Rivas. Niemand sagte mir, dass ich die Pinata vorher mit Süßigkeiten vollstopfen sollte. Ich dachte die sind da schon drin. Dies fiel mir auf als es schon zu spät war. Die Kids, ungefähr 20 Jungs und Mädels aus der Nachbarschaft mit ihren Eltern, prügelten nacheinander auf das Ding ein, ich glaube ein Dalmatienerbär war es. Der Bär zerbrach nach anstrengenden Minuten. Alle Kids rannten in die Mitte wo sich nun Lutscher, Kaugummis, Bonbons befinden sollten. Nichts! Martha lachte mich an und sagte nur so was wie: “mach dir keine Sorgen“. War vielleicht auch besser so, denn die Kleine kotze die Nacht durch vor lauter Süßigkeiten.

In der Nacht fuhren Julio und ich nach Myogalpa zum Hahnenkampf. Hier wetten die Nicas wie in Deutschland auf Fußballvereine auf Gockel, die sich versuchen umzubringen. Die Hühner haben Widerhaken an den Beinen. Interessante aber auch bästialische Sache war das. Mit viel Blut und emotionalen Nicas. Ausschließlich Männer. Ich fragte mich beim Geburtstag, wo denn all die Ehemänner der Mütter sind…Jetzt weiß ich es.

Am nächste tag zeigte mir Julio und Don Julio, sein Vater, stolz sein Siegerhahn vom letzten Wochenende. Vom Nachbars’ Garten hörte man Hahnengeschreie vom Training.

Am Montag gings dann zurück. Noch auf der Insel lernte ich ein deutsches Paar kennen, die mich mit ihrem gemieteten Auto fast bis ins Dorf fuhren. Es stellte sich heraus, dass er 2006 schon in Nicaragua und sämtlichen anderen Ländern war und daraufhin einen Bestseller Reiseführer schrieb.

 

Hab also ein sehr ereignisreiches Wochenende hinter mir, mit coolen und nicht so coolen Erfahrungen. Nicht so cool war z.B., dass ich mein Handy wohl verloren habe. Handy nr. 3 wird bald gekauft!

 

Muchos Saludos,

 

euer Bigmang

 

aktiver Vulkan Concepcion auf Ometepe

01April
2012

Dies and das

Hallo Leute,

mein letzter Bericht war doch sehr allgemein und beschreibt nur wenig, wie es mir geht. Deshalb nutze ich den Freitagabend an meinem freien Wochenende um euch davon zu berichten.

Ich bin in San Juan del Sur, Casa Oro(Hostel), 3. Stock, Freiluftbar, Haengematte, es lauft Bob Marley, suesse Finnin hinter der Bar und ich seh die Sonne langsam hintern grossen Ozean untergehen. Momentan bin ich voellig entspannt. Auch weil ich zum ersten Mal alleine unterwegs bin. Tut echt gut, denn Privatsphaere isnich im Heim. Selbst im Freiwilligehaus haengt man sehr aufeinander. Oft wuerde ich einiges dafuer geben zu Hause in Ellwangen auf meinem Sofa zu rumzuhaengen.

....ich hasse Tastaturen ohne ues, oes und aes....

Seither trainierten wir die Jungs und Maedels jeden Tag. Seit letzter Woche habe ich die Chicas uebernommen, um mal Dinge erledigen zu koennen, wie Waesche waschen (was wie hier von hand machen muessen), Spanisch lernen oder einfach mal durchzuatmen. Seither sahs so aus: 6.00 Uhr Fruehstueck und Betreuung Chicitos, 8.00 Uhr- 13.00 Uhr Therapie, 13.00 Uhr Mittagessen, 14.00-16.00 Therapie, 16.00- 18 Uhr Fussballtraining, 18.00 Uhr Abendessen und Betreung chicitos, danach TOD! Jetzt nehm ich mir 2 Mal in der Woche Zeit fuer mich.

In Nica brennt zurzeit die Sonne. Es ist Hochsommer. Alles ist staubtrocken. Ab Mai soll es anfangen zu regnen und ich freu mich dermassen darauf. Hoff dass es mir dann nicht mehr so viel ausmacht lange Hosen zu tragen, wie es hier als Mann ueblich ist.

Ein Schwank aus meinem letzten Descanso: Ich war unterwegs mit Scarleth, 23, arbeitet als Betreuerin im Heim, ist abereigentlich noch Heimkind. Die zeigte mir Rivas und Managua, wo wir Freunde von ihr besuchten. In Managua schauten wir uns das Finale der Frauenfussballliga an. Scarleth spielte in diesem Team und kennt daher sie Maedels.Nach dem Speil gings in die naechste Bar um zu fiern. Sie haben natuerlich gewonnen. Ich mittendrin. Im wahrsten Sinnen des Wortes: Sie darunter auch Nationalspielerinnen Nicaraguas zerrten mich auf die Tanzflaeche und bildeten einen Kreis um mich. Sie tanzten einzeln nacheienander an und schuettelten, was schuettelbar war....ich genoss...

Am Montag beginnnen die Osterferien. Fuer die Kids stehen verschiedene Aktivitaeten an. Am Monatg veranstalten wir Freiwillige Wasserspiele, was der Grund ist, warum ich San Juan am Sonntag schon wieder verlasse.

02März
2012

physico am start

Neues aus dem Dorf:

 

Die Kids haben Schule und ich arbeite nun endlich auch als Physio.

 

…mein Tag beginnt seit dem jeden Tag um 6 Uhr mit Gallo Pinto (Reis mit Bohnen). Danach wird bis mittags die Kinder aber auch Tios oder andere Angestellte therapiert. Das läuft dann so ab: Am Tag vorher geb ich meinem „Patienten“ beim gemeinsamen Mittag- oder Abendessen bescheid wanns losgeht und wann ich ihn/sie aus der Schule hole. Muss natürlich alles mit den Lehrern abgesprochen werden. Dann geht’s ins Klinikgebäude, welches direkt neben der Schule liegt. Hier habe ich nen eigenen kleine Raum mit Therapiebank, Pezzibälle, Übungsmatte und einige Therpiesachen mehr. Die meisten Kids seither haben orthopädische Probleme wie Rückenschmerzen, Knieprobleme oder hatten im Sport nen Unfall. Je nachdem kann ich mir dann auch mein Plan selbst festlegen. Wann, Wie, Wo, Wer. Bin echt gern mein eigener Cheff… Um 1 gibt’s dann Mittagessen für alle. Danach wird dann wieder behandelt bis um 16 Uhr….ich wird dazu aber bald mal noch ein bisschen mehr schreiben….

 

….ab 16 Uhr beginnt das Fußballtraining, welches David, Ami und Mitfreiwilliger, und ich seit Schulbeginn leiten. Genauer gesagt es sollte um 16 Uhr losgehen. Da wir aber in Nicaragua sind und nicht in Deutschland, wird frühestens um 16.20 Uhr angefangen. Da treffen die Jungs und Mädels dann ein. Meist mit Mango in der einen Hand und nen Streu Salz in der anderen. Wir trainieren an einem Tag die Jungs, am anderen die Mädels. Es gibt auch jeweils eine Mannschaft, die jährlich im Dezember am großen NPH-Turnier teilnimmt. Hier spielen die Heime Mexiko, El Salvador, Honduras, Guatemala und Nicaragua gegeneinander. Dieses Jahr findet das Ganze bei uns im Heim statt. Allerdings gibt’s dafür noch keinen geigneten Platz. Das Ziel: Der Pott für den 1. Platz! Wir trainieren auf nem Feld mit gefühlten 10% Steigung und Schlaglöchern. Jeder heruntergekommene Bolzplatz in Deutschland ist Luxus im Vergleich dazu. Aber unsere Kicker juckts nicht…so muss das sein!

 

Die letzten 2 Wochen war ne große Gruppe Kanadier zu Gast im Heim. Ärzte und Krankenschwestern waren das. Sie haben alle Kids auf verschiedenste Krankheiten untersucht. An 3 Tagen musste ich als Übersetzer aushelfen. War sozusagen mein erster Härtetest was mein Spanisch angeht. Habs aber erstaunlicherweise ganz gut hinbekommen. Vielleicht auch deswegen, weil die meisten Kinder Kopfschmerzen hatten weil sie am Tag nur 2 Gläser Wasser trinken. Machte meine Fragerei einfacher. Dafür gabs dann von den Kanadiern Pizza für die Helfer und Fußballschuhe, -shirts und –bälle fürs Team.

 

Grade sitz ich wieder in meinem Therapieraum und warte auf meine Patientin. Sie war noch nie pünktlich…typisch Nicaragua halt.

17Februar
2012

so schauts aus

 

 

Baseball in RivasWasserfall auf der Insel OmetepeStammkneipe für 5 WochenAlex und Oma Lucia

playa en san juan del sur

 

 

 

08Februar
2012

nuestros pequenos hermanos (NPH)

Hola Freunde,

ich bin jetzt seit fast einem Monat im Kinderdorf von NPH (www.nph.org). Ich kam mit einem anderen Voluntär hier an und wir wurden sofort sehr herzlich von den Kids willkommen geheißen. Nachdem wir uns kurz in spanisch vorstellen mussten (meine erste "große" Hürde) wurde für uns getanzt und wurden von jedem Kind umarmt. Meine Vermutungen wurden zum Glück nicht bestätigt. Es waren erst einmal knapp 100 Kinder statt 350. Und überhaut leben hier "nur" knapp über 200 Chavalos und Chavalas.=) Nach und nach kommen alle aus ihren Familien zurück. Bis nächste Woche sind nämlich noch Ferien. Wenn es dann soweit ist und für die Kinder der Ernst des Lebens beginnt, fängt es auch für mich richtig an. Bisher war es doch eher Zeltlagerstimmung. Julio, Julior, Tschulius, Mi corazon oder auch Thomas Müller, wie ich hier genannt werde, beginnt dann mit seinem Job als Physiotherapeut. Bisher wurde ich bei den Kleinsten Jungs als Tio, also sowas wie Betreuer eingesetzt. Sie sind im Alter von 4 bis 13. Meine Aufgaben sind z.B. die Jungs zu wecken, ihnen Kleidung geben, ihnen vorlesen, schauen, dass sie anständig ihre Tischgebete sprechen und natürlich Fußball spielen. Hier sind alles total verrückt nach Fußball. Es wird aber auch ständig getanzt. So musste ich schon 2 Mal mit anderen Tios oder Voluntären verschiedene Tänze einstudieren und vortragen. Denk da kam mir dann meine Erfahrung aus dem Männerballett zugute=).

Gerade sitze ich hier in meinem kleinen, sehr gemütlichen Therepieraum in der Klinik und warte bis Everth, sowas wie mein Hauptpatient mit seinem Spiel auf der Playstation fertig ist. Von draussen, ich denke aus dem Ranchon (rießiger Sammelort der Kids) kommt laute Musik. Wahrscheinlich wird wieder ein Tanz geübt. Everth (17) ist, seit er vor 3 Jahren vom Baum gefallen ist, Querschnittsgelähmt. Gestern bekam er einen elektrischen Rollstuhl. Werd mit ihm nun üben wie er damit die Gegend unsicher machen kann.

Ansonsten: Mein Spanisch wird besser. Wenn auch sehr langsam. Ist ziemlich anstrengend den ganzen Tag zu versuchen den Sinn aus den Gesprächen zu erahnen, wenn man nur einzelne Wörter versteht. Aber mir gehts gut hier!

Hab jetzt genau 1 Jahr noch vor mir.....ab gehts.......

nos vemos

 

julio

14Januar
2012

adios san juan....

Meine Sachen sind zum größten Teil gepackt, Taxi nach Jinotepe zu meiner Organisation (NPH) arrangiert, Gastgeschenk für Familie gekauft, letzte Nacht meinen Abschied aus San Juan gefeiert. Ready to go! Listo de viajar!

Aber angefangen wird mit Weihnachten: Eine Woche vorher ging es schon los. Hier ist es üblich um 4 Uhr morgens jeden Tag in der Woche in die Kirche zu gehen. Ich war an diesem Montag ziemlich überrascht, als Miguel in aller hergotts Früh an meine Tür klopfte. Hatte doch am Tag vorher verstanden, dass dies alles erst an Weihnachten selbst stattfindet. Okay, mit FlipFlops und Jogginghose gings zur Messe. Schien mir eine sehr beliebte Veranstaltung, denn sehr viele KInder, Eltern und Großeltern füllten die Kirche bis auf den letzten Platz. Die Messe war doch sehr anderst als wir es in Deutschland kennen. Bunt, fröhliche Musik, zum Takt wird geklatscht und Kaffee und Brot fespern. War alles sehr cool. Ich war am folgenden Tag wieder dort. Samstag wurde dann Weihnachten gefeiert. Den ganzen Tag haben die Kids, wie bei uns an Sylvester mit böllern und Raketen in die Nacht hineingefeiert. Es gab traditionelles Abendessen (Nacatamal). Um Mitternacht dann nochmals (Reis und Fleisch)...Zwischendrin saßen wir zusammen um den Plastikweihnachtsbaum. Wie in der USA dürfen die KInder ihre Geschenke am nächsten Morgen öffnen. Alex, der kleinste der Familie weckte mich mit seinem neuen Schlagzeug. Bzw. er weckt mich seitdem jeden Morgen...

Sylvester wird genauso gefeiert. Am Nachtmahl nahmen wir (Gavin aus Irland und ich) nicht teil. Denn Bar war angesagt. Zum Abendessen gab es das Huhn das eine Woche vorher von bekannten vorbeigebracht wurde. Insgesamt muss ich sagen, dass das Essen hier wirklich einwandfrei ist. Nur bekommen wir immer relativ kleine Portionen, sodss wir uns oft was vom Tacco-Stand holen. Auf jeden Fall wurde mit "Flor de Cana" und netten Menschen erfolgreich ins neue Jahr gefeiert!

Ansosnten verbarchte ich meine Zeit mit Hausaufgaben, Rumhängen am Strand, Surfen Schiri spielen bei nem Fußballturnier für Kids und unendliche Versuche meine neuerworbenen Spanischkenntnisse erfolgreich einzusetzen.

In einer Stunde gehts ab nach Jinotepe. Bin sehr gespannt was mich dort ausser 350 Kids erwartet...

Grüße aus dem, immer heißer werdenden, Nicaragua....

JULIO

16Dezember
2011

semana uno

Was passierte so in meiner ersten Woche...ihr wollts wissen? checkt das!

Nach wie vor ist hier alles super. Die Nicagagüensen erweisen sich als sehr nette, lockerere Menschen. Traquilo wie man hier sagen würde. Die Gegend zeigt sich mit den alten und einfachen Hütten als sehr heruntergekommen, trotzdem hat das alles irgendwie Stil. Mich erinnert das alles sehr stark an meine alte Baumhaus- "Lägerle"- Zeit. Die Häuser sind zur Zeit mit bunten blinkenden Weihnachtsketten dekoriert. Sehr komisch wie ich finde, dass alles ohne Kälte, Schnee und Tannebäumen zu sehen. Weihnachtsstimmung wird bei mir wohl auch nicht mehr aufkommen.

Wie schon erzählt gings letzte Woche zum Surfen. Playa Remanso kommt dem Paradies wohl schon sehr nahe. Strohhütten, Mestizen-Skulpturen (glaub ich), langer, weißer Strand, Sonne satt, nette Wellen und auf dem Hang ein weißes Einhorn ;)....Auf der Tragfläche eines Pick Ups der Surfschule gings mit anderen Surfern über hügelige Sandstraßen an diesen wundervollen Ort. Hier braucht man für 10 km schon mal ne halbe Stunde. Matt mein Surflehrer brachte mir bei: "You have to feel the wave määän"...mehr war es eigentlich nicht. Es klappte aber alles sehr schnell, sodass er mich noch ein paar Stunden alleine surfen ließ. Ich kann euch sagen, Wellenreiten ist nice! Chris und ich waren am Mittwoch wieder.

Am Montag begann dann auch mein Spanischunterricht, wozu ich ja eigentlich hier in San Juan bin. Die Schule liegt zwei Häuser von meiner Familie entfernt. Ich komm leider regelmäßig zu spät, weil ich mein Obstteller zum Frühstück richtig genieße. Meine Lehrerin Claudia, ist waschechte San Juan del surerin. Sie ist zwei Köpfe kleiner als ich und ständig am lächeln. Der Kurs findet auf der Terasse der Schule statt, was sich oft als sehr schwierig erweist, denn es windet städig. Meine Übungsblätter wehts städig zu den Nachbarn in den Garten. Claudia lächelt dann einfach und lässt mich alles holen. Der Unterricht macht richtig Spaß. Ich glaube ich komm ganz gut vorran mit Espanol. Langsam kann ich auch die Geschichten von Miguel (Opa der Familie) verstehen. Die Schule bietet unter der Woche immer 3 verschiedene Aktivitäten an. Am Dienstag waren wir z.B. auf der Klippe von San Juan del sur. Hier kann man neben einer reißen Jesusstatue die super Aussicht genießen. Bis nach Costa Rica kann man sehen.

Ansonsten war ich mit Miguelito und seinem Vater am Strand Baseball spielen. Aus der Bar nebenan kam Seeed aus den Boxen, ich dachte ich spinn....Auch in den übrigen Bars kommt immer öfter Gentleman. Deutsche Musik ist hier wohl sehr beliebt. Ich treff auch immer mehr Deutsche.

Genug für heute....

.....ich hoff Ellwangen steht!?

Ich wünsch euch allen schon mal schöne Weihnachten! In meinem nächsten Blog wird über das nicaraguanische Weihnachten berichtet...seid gespannt. Ich bins!

julio

11Dezember
2011

los gehts!

holaaa,

mir gehts super!

Mein zweiter Tag hier in Nicaragua. Es ist halb 7 morgens und bestimmt schon 20 Grad warm. Wach bin ich weil sich mein Zimmer direkt neben einem Papageienkäfig befindet. Ich nutz jetzt die Zeit bis zum desayuno (Frühstück) um euch schon mal n bissle was zu erzählen...

...bis auf den mega Stress auf dem Flughafen von Miami war die Hirnreise top! Eine Stunde hatte ich Zeit um meinen Flieger nach Managua zu erwischen...erstmal musste ich mich in der USA registrieren, wozu ich ne halbe Stunde anstand. Natürlich hab ich gefragt ob ich nicht vor kann. Vor mir stand ein reisen Typ von Ami, der meinte, dass er es auch eilig hätte, denn seine Mama warte auf ihn...okay... nachdem das geklappt hat, sprintete ich zum Schalter um meine Boarkarte zu holen. Die Mitarbeiter der Airline schickten mich 5 Mal hin und her. Auf der Boardkarte, die ich bekam stand: "CHECK IN TOO LATE"....geil! Schweißgebadet rannte ich zu nem anderen Mitarbeiter, der mir sagte: "You're lucky. This flight is delayed"...puhhh..nur wie lange hatte ich Zeit? Jetzt zum Gate D3. D1 und D2 waren sichtbar. D4-539 auch. es stellte sich raus, dass mein Gate am anderen Ende des Fluhafens lag... Dass ich trotzdem in Managua ankam war wohl ein Wunder. Ich hasse Flughäfen.

In Managua holte mich Allan, der Mann der Direktorin der Sprachschule ab. War ein ziemlich gutes Gefühl meinen Namen auf nem Blatt Papier lesen zu können. Ich war da! Mit 120km/h gings 2 Stunden den Panamerican Highway, einen halben Meter entfernt von Fahrradfahrern, Fußgängern und Kühen, runter. Ich wohne mit 2 "Mitschülern" in einer Familie dirket neben der Sprachschule. Wie groß die Familie wirklich ist kann ich euch nicht sagen. Alle 10 Minuten sieht man hier jemand anderes. Aber alle ziemlich nett. Das Essen ist bis jetzt super, auch wenn ich keine Ahnung habe was wir da alles aufgetischt bekommen. Die Schule geht am Montag los. Mein spanisch ist echt bescheiden, trotzdem bekommt man es hin sich zu verständigen...irgendwie...hab ja jetzt 5 Wochen Zeit, bevor es nach Jinotepe geht.

Mit Chris, einem Engländer war ich gestern am Stand und den Strandbars! Er ist schon ne Woche hier und zeigte mir daher alles. Die Stadt ist voll mit Touries und sei daher nicht das "wahre Nicaragua". Es ist alles bunt und laut. Ständig sind hier Paraden oder es fahren Pickups mit Musik vorbei. Heute Mittag gehts zum surfen.....Achja San Juan liegt dirket am Pazifik. ;)

Miguel klopft...Frühstück!  

Fotos folgen, adios

11Dezember
2011

Erster Eintrag

Dies ist der erste Eintrag in meinem neuen Blog. In Zukunft werde ich hier über meine Erlebnisse im Ausland berichten.